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1. BEAK-Treffen vom 23.02.2017

Zum ersten BEAK-Treffen zum Thema Sprachförderung in diesem Jahr erreichten wir knapp 60 Eltern, Fachkräfte und Leitungen.
Als Gäste begrüßten wir Christin Bottke, Tina Hrabowski und Petra Fiebig.

 Ein gut gewähltes Thema, wenn man die Einschulungsuntersuchung 2014/2015 heranzieht: Ca. 1/3 aller in Marzahn-Hellersdorf einzuschulenden Kinder haben erhebliche Sprachdefizite. Unterschiedliche Gründe dafür lassen sich viele finden. Migrationshintergrund ist einer, aber nicht der ausschlaggebende - so sind 16,5% der Kinder deutscher Herkunft in Marzahn-Hellersdorf mit Sprachdefiziten aufgefallen. Der Berliner Schnitt liegt bei 8,5%. Damit gehören wir in dieser Kategorie unter den Top Ten.

Dies war Anlass, uns mit diesem Thema zu beschäftigen.
So gab uns zunächst unserer Vorsitzender einen kleinen Einblick in das Thema. Wussten Sie z.B. dass kleine Kinder alle 2h ein neues Wort lernen?
Weiterführend zeigte uns Christin Bottke, Lehrlogopädin und stellv. Leiterin einer Logopäden-Schule, welche Meilensteine ein Kind in der Sprachentwicklung durchlebt.
Angefangen vom Lallen, Guren und Schreien über erste Wortbildungen, 1-Wort-Sätze in Alter von ca. 1 1/2 Jahren und Wortneuschöpfungen im 3. Lebensjahr bis hin zur vollständig entwickelten Sprache im 7. Lebensjahr.
Da wir uns mit dem Thema Sprachföderung befassten, zeigte sie uns auch, welche Faktoren positive, aber auch negative Auswirkungen haben. So hilft es ihrem Kind, sich ständig mit dem Kind zu unterhalten, zu beschreiben was sie grade machen; ohne dabei "Babysprache" oder ähnliches zu verwenden. Geben Sie dem Kind genug Zeit, seine Sätze zu formulieren und greifen Sie angefangene Wörter richtig auf und wiederholen Sie diese in einem klaren Zusammenhang.
Abschließend teilte sie uns mit, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern, Erzieher und Logopäden während der Kitazeit enorm wichtig ist. In dieser Zeit wird die Sprachentwicklung vollständig entwickelt und abgeschlossen.

Frau Tina Hrabowski, pädagogische Fachkräft und Sprachförderkraft der Kita Jahresuhr, stellte das Bundesprogramm Sprachkitas vor.
Neben der sprachlichen Förderung sind auch Themen wie Inklusion und Zusammenarbeit mit den Eltern hier wichtig.
Es gibt in diesem Kontext zwei Wege, Sprachförderung zu gestalten: die altersintegrierte Sprachebildung; welche den ganzen Alltag durchzieht und für alle Kinder ist.
Sowie die gezielte zusätzliche Sprachförderung für Kinder mit erhöhtem Sprachförderbedarf. Jene wird entweder allein oder in Kleinstgruppen praktiziert.

Im Anschluss konnten Eltern ihre Fragen stellen. Zahlreiche Informationen und Hinweise sind bei dieser Diskussion entstanden, sodass wir auf eine Weiterführung unserer Präsentation aufgrund Zeitmangels verzichten mussten.

Im Anhang jedoch finden Sie alle notwendigen Informationen und Publikationen rund um das Thema Sprachentwicklung von Kindern:

pdficon largeFrühkindliche Sprachbildung

pdficon largeBundesprogramm Sprachkitas

symbol download25 Wege, ihr Kind zu fragen (gilt auch für Kita!)

symbol downloadWenn Kinder Schimpfwörter nutzen ...

symbol downloadBundesprogramm Sprachkitas - kompakt

 

07.03.2017