Unterstützer

Diese Internetseite wird gehostet mit freundlicher Unterstützung von jugendnetz logo

4. BEAK-Treffen 2014 vom 09.10.2014

Unser viertes BEAK-Treffen in diesem Jahr war wieder sehr gut besucht. Nachdem wir vor der Sommerpause mit der Überarbeitung des Berliner Bildungsprogramms für reges Interesse gesorgt hatten, zogen wir mit dem Thema Einschulungsuntersuchung (ESU) noch mehr interessierte Eltern, Erzieher/innen und Kita-Leitungen an – mit über 60 Teilnehmern haben wir den Rathaussaal fast bis auf den letzten Platz gefüllt und einen neuen Besucherrekord aufgestellt.

Hinter den Kulissen der Einschulungsuntersuchung

Zu unseren Gästen zählten Bezirksstadträtin Dagmar Pohle, stellvertretende Bezirksbürgermeisterin und Leiterin der Abteilung Gesundheit und Soziales, Martina Hänel, Amtsärztin und Leiterin des Gesundheitsamtes, Juan Carlos Ramirez Henao, Facharzt für Kinderheilkunde und Leiter des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes von Marzahn-Hellersdorf (KJGD) sowie Petra Fiebig, Koordinatorin der Fachsteuerung Kita des Jugendamtes.

Unser Vorstandsvorsitzender Norman Heise führte zunächst in das Thema Einschulungsuntersuchung (ESU) ein und warf den Blick zurück auf die Zusammenarbeit des BEAK mit dem Gesundheitsamt und dem KJGD sowie auf die Entstehung des neuen Flyers zur Einschulung "Fit für die Schule" und dieser Veranstaltung.

Herr Ramirez informierte in seinem Vortrag über den Ablauf der Einschulungsuntersuchung und warf einen Blicke hinter die Kulissen der ESU. Dabei stellte er klar, dass die Untersuchung den Entwicklungsstand des Kindes zum Zeitpunkt der Untersuchung feststellt und nicht als Prüfung für die Kinder zu verstehen sei.

Mit einem Fragebogen werden vor der eigentlichen Einschulungsuntersuchung soziale Fragen wie Fernsehzeiten, Essensgewohnheiten und Umfeld erfragt. Die ESU selbst besteht aus Tests zum Hör- und Sehvermögen sowie einem Sprachtest, deren Ergebnisse mit dem Vorsorgeheft abgeglichen werden. Zudem überprüfen die Amtsärzte die Körperkoordination, Augen-Hand-Koordination, visuelle Wahrnehmung und Informationsverarbeitung, Zahlen- und Mengenvorkenntnisse, Sprachkompetenz und auditive Informationsverarbeitung sowie die Artikulation beim Kind mittels Fragebogen und Aufgaben.

Die Kinder sollen alle Aufgaben selbstständig lösen. Die Eltern begleiten Ihr Kind zu jeder Zeit der Untersuchung, bleiben aber bei den Aufgaben im Hintergrund. Der Test nimmt zirka eine Stunde in Anspruch. Sollte das Kind den Test völlig verweigern, kann ein neuer Termin vereinbart werden.

Am Ende der Untersuchung findet ein persönliches Auswertungsgespräch statt, in dem die Eltern alle Fragen stellen sollten, die sie zum Thema bewegen. Die Eltern sollten Stress und Aufregung vor und während der ESU vermeiden, sich Zeit nehmen und diesen Tag zu einem besonderen Höhepunkt gestalten.

esu-ppt

Adobe PDF Icon Präsentation zur Einschulungsuntersuchung

Schulrückstellung

Marco Chuda vom Vorstand des BEAK wies in seinem Vortrag zum Thema Rückstellung darauf hin, dass Eltern die Möglichkeit haben, ihr Kind später einschulen zu lassen. Dafür ist ein Kreuz an der entsprechenden Stelle im Anmeldebogen für die Grundschule (Rückstellung oder Erwägung der Rückstellung) notwendig. Hierbei sollten die Eltern frühzeitig den Dialog mit der Kita führen. Die Kita kann schon weit vor der ESU das Kind richtig einschätzen und eine schlüssige Bewertung abgegeben. In jedem Fall sollten die Eltern ihre schriftliche Stellungnahme und ein entsprechendes Gutachten der Kita dem Rückstellungsgesuch beilegen. Kinder, die zurückgestellt werden sollen, werden bei der Terminvergabe der ESU vorrangig behandelt, weil in diesem Fall von der Kita für ein weiteres Jahr ein Kita-Platz für das Kind reserviert werden muss.

Die Entscheidung, ob ein Kind zurückgestellt wird ist ein Entscheidungsprozess. Dabei fließen die Einschätzung der Eltern, der Kita, der ESU durch den KJGD und im Bedarfsfall einer weiteren Untersuchung vom Schulamt! Wird ein Kind zurückgestellt, weil es in der Kita besser gefördert werden kann als in der Schule, so ist der Kita-Besuch von nun an verpflichtend.

Natürlich gab es zu diesem wichtigen Thema viele Fragen und hitzige Diskussionen. So fragte ein interessierter Vater, warum nicht einfach die Eltern selbst entscheiden dürfen, ihr Kind zurückzustellen. Viele Eltern wiesen darauf hin, dass die Einschulung mit fünf Jahren viel zu früh sei. Zu beiden Fragen konnte nur auf die bestehende Gesetzeslagehingewiesen werden. Frau Fiebig und Herr Chuda konnten die Fragen sehr kompetent beantworten.

schulrueckstellung

Adobe PDF Icon Präsentation zur Schulrückstellung

Berichte aus den Gremien

Als letzter Punkt des Abends wurden die Themen aus den Gremien vorgestellt. So berichtete Herr Heise aus dem Landeselternausschuss von der Initiative zur Verbesserung des Betreuungsschlüssels und aus der Spielplatzkommission über zwei neue Spielplätze in unserem Stadtbezirk. Aus der AG 78 und dem Kinder- und Jugendhilfeausschuss berichteten die BEAK-Vertreter von der Vorstellung des Kita-Entwicklungsplans. Aktuell gibt es ca. 100 Kitas in unserem Bezirk. Durch den anhaltenden Zuzug, vor allem von jungen Familien, wird die Anzahl der Kitas noch weiter steigen und dementsprechend der Ausbau der Kita-Plätze anhalten. Allerdings besteht wie überall im Land ein Mangel an Fachkräften, so dass insgesamt noch mehr Plätze zur Verfügung stehen könnten. Der Bezirk sieht sich hier aber auf einem guten Weg.

gremien

Adobe PDF Icon Präsentation der Berichte aus den Gremien

Nächstes BEAK-Treffen

Das nächste BEAK-Treffen findet am 11. Dezember 2014 statt und dreht sich um die Arbeit von Elternsprechern, BEAK & Co. Zudem findet die Wahl des BEAK-Vorstands statt, wobei alle Eltern herzlich willkommen sind.

15.10.2014