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5. BEAK-Vollversammlung 2013 vom 24.10.2013

In unserer Vollversammlung am 24.10.2013 gab es zwei interessante Vorträge zum Sprachlerntagebuch und zur AG IPSE. Außerdem berichteten wir zum Thema Kita-Pflicht, dem letzten Parteiengespräch und aus allen Gremien in denen der Bezirkselternausschuss vertreten ist.

Zu Beginn stellte Norman Heise die Ergebnisse der Umfrage zum Sprachlerntagebuch vor. Erfreulicherweise kam heraus, dass es in fast allen Kitas zum Einsatz kommt und damit Bestandteil der täglichen Arbeit ist. Die Eltern scheinen gut informiert zu sein und schauen sich das Sprachlerntagebuch regelmäßig an. Interessant war, dass viele Eltern mehr am Ausfüllendes Sprachlerntagebuches beteiligt werden wollen und Erzieher_innen sich das ebenfalls wünschen.
Aus vielen Gesprächen mit Erzieher_innen hatten wir den Eindruck, dass der Anteil der Arbeitszeit mit dem Sprachlerntagebuch (teilweise Arbeit, die nicht am Kind stattfindet - sogenannte mittelbare pädagogische Arbeit) sehr hoch ist. So haben über die Hälfte die Frage nach dem zeitlichen Aufwand mit „zwei bis drei Stunden“ beantwortet. Eine detaillierte Auswertung der Umfrage finden Sie am Ende in unserer Linksammlung.

Maria Lingens, Mitglied der Autorengruppe des Sprachlerntagebuches, hat uns sehr ausführlich zur Verwendung und Aktualisierung des Sprachlerntagebuches informiert. Ziele des Sprachlerntagebuches sind u. a. eine Struktur für Beobachtungen zu bieten und die Sprachentwicklungsprozesse zu dokumentieren. Auch auf den von Eltern und Erzieher_innen wiederholt geäußerten Wunsch nach Berücksichtigung der Sprachdokumentation (als ein Teil des Sprachlerntagebuchs) an den künftigen Grundschulen der Kinder ging Frau Lingens ein: Hierzu gibt es bereits den politischen Willen die Sprachlerndokumentation verbindlich an die Schule zu übergeben. Das Sprachlerntagebuch wird aktuell überarbeitet und soll ab dem Kita-Jahr 2014/2015 in der neuen Fassung vorliegen. Dabei wird es den Änderungen des ebenfalls überarbeiteten Berliner Bildungsprogramm folgen. Die Einarbeitung von Hinweise zur besseren Handhabung in der Praxis und mehr Transparenz für Eltern und Erzieher_innen über die Ziele und Nutzung des Sprachlerntagebuches ergänzen die bisherige Version des Sprachlerntagebuchs. Die Präsentation mit vielen weiteren Informationen und einem Fazit zum Sprachlerntagebuch finden Sie ebenfalls in der Linksammlung am Ende dieses Artikels.

Als zweites Hauptthema hat Ove Fischer, Suchthilfekoordinator aus dem Amt für Gesundheit und Soziales unseres Bezirks, die AG IPSE (Interinstitutionelles Projekt zur Stärkung der Erziehungskompetenz) vorgestellt. Die AG IPSE hilft Eltern, wenn es mit der Erziehung schwierig wird. Dazu gibt es auf den Internetseiten der AG IPSE (http://ipse-mh.blogspot.de/p/thematische-elterninfos.html) thematische Eltern-Informationen zu 22 „populären“ Themen in deutsch, russisch und vietnamesisch. Als Highlight führt die AG IPSE in diesem Jahr das Projekt "So ein Theater! Bühne Familie." durch. Bei diesen Veranstaltungen erhalten Eltern einen Kurzvortrag zum jeweiligen Thema. Danach werden Szenen durch ein Improvisationstheater vorgespielt, in denen sich Eltern in jedem Falle wiederfinden. Nach diesem “Schauspiel“ begeben sich die Darsteller in das Publikum und erarbeiten in kleinen Gruppen in kurzer Zeit Lösungsvorschläge, wie die jeweilige Situation besser und entspannter für alle Beteiligten gelöst werden kann. Diese Vorschläge werden dann im erneuten „Schauspiel“ umgesetzt. Die nächste Veranstaltung findet statt am Donnerstag, 28. November 2013, 17.00 Uhr, Haus im Stadtteil KOMPASS, Kummerower Ring 42, 12619 Berlin. Um Anmeldung wird gebeten (http://ipse-mh.blogspot.de/2013/10/pubertat-ist-wenn-die-eltern-schwierig_24.html).

Neben den genannten Vorträgen berichteten die BEAK-Vorstandsmitglieder  aus ihren jeweiligen Arbeitsgruppen und Gremien:
Der Vorstand hat sich mit den Verantwortlichen für die Einschulungsuntersuchung getroffen und die Rückmeldungen zur ESU-Umfrage der BEAs Kita und Schule vorgestellt. Am Ende des Gespräches standen Verabredungen und ein weiterer Termin zur Fortsetzung des begonnenen Dialogs.
Im letzten Parteien-Gespräch unserer AG Politik hat uns Björn Tielebein von der Partei „Die Linke“ Rede und Antwort gestanden. Den Abschlussbericht unserer AG Politikgespräche gibt es auf unserer nächsten Sitzung.
Aus dem Landeselternausschuss Kita gab es Informationen zum „Haus der Kleinen Forscher“ und zur Kita-Pflicht. Dabei wurden Alternativ-Vorschläge vorgestellt, wie es auch ohne Kita-Pflicht gelingen kann, mehr Kinder in die Kitas zu bekommen. Diese Vorschläge wurden mit den anwesenden Eltern und Erzieher_innen diskutiert. Zudem klärten wir die Formulierung „temporäre Überlegung“ in Zusammenhang mit dem Rechtsanspruch: Eine Überbelegung ist Antrags- und genehmigungspflichtig und bedarf jeweils einer Einzelfallprüfung. Es darf drei bis sechs Monate überbelegt werden. Nicht genehmigte Überbelegung zieht bei Meldung ein Strafverfahren nach sich. Aktuell gibt es keine erhöhten Antragszahlen und die Überbelegung entsteht augenblicklich hauptsächlich durch Schulrücksteller.
Aus der Spielplatzkommission gab es die Informationen zum Spielplatzneubau an der Wernerstraße. Die AG 78 hat sich mit dem Thema Kinderschutz befasst. Aus dem BEA Schule gab es Informationen zur Neuregelung des Schulessen und zum Schul-Start.

Die nächste BEAK-Vollversammlung mit den Hauptthemen Elternrechte, Vorstellung der Gremien und den Neuwahlen findet am 12.12.2013, 18:30 im Rathaussaal Helle Mitte statt.

 

pdficon large Ergebnisse der Eltern-Umfrage als PDF | pdficon large Ergebnisse der Kita-Umfrage als PDF

pdficon large Präsentation zum Sprachlerntagebuch als PDF | pdficon large Präsentation der AG IPSE als PDF

pdficon large Alternativen zur Kita-Pflicht als PDF

symbol download 8-Punkte-Sofortprogramm des Berliner Kitabündnisses

symbol download Sprachlerntagebuch und vorschulische Bildung

28.10.2013